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Es bleibt die Hoffnung, dass keiner kontrolliert

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Message: | Verfasst: 08.01.2008 23:05
Frostyz Frostyz ist männlich

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Dabei seit: 20.04.2006
Beiträge: 1.259
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Frostyz ist offline

Zitat:
BERLIN taz Maher Abdelnour hat schon über eine Lösung nachgedacht. In einem seiner beiden Schischa-Restaurants "könnte man einen Raum für Raucher abtrennen, vielleicht mit Glasscheiben". Er selbst würde das Rauchverbot zwar verkraften, da die Gäste bei ihm vor allem essen, meint der Wirt, der in Berlin zwei Restaurants betreibt. Die Schischa-Bars allerdings, die vor allem vom Angebot des Wasserpfeifenrauchens leben, die "sind aufgeschmissen."

Ab 1. Januar führen acht weitere Bundesländer ein Rauchverbot in Gaststätten ein: Berlin, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. In Niedersachsen, Baden-Württemberg und Hessen gelten bereits Rauchverbote. Vor allem die Betreiber von Cafés mit orientalischem Ambiente, die das Schmauchen von Wasserpfeifen als Attraktion anbieten, fürchten nun um ihre Existenz. "Wir hatten bereits Anrufe von Betreibern von Schischa-Bars", berichtet Regine Kneiding, Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Verbraucherschutz, "aber wir können keine Ausnahmen machen. Es gilt die Wettbewerbsgleichheit."

Es gibt nur wenige Möglichkeiten, das Rauchverbot zu umgehen. Eine davon besteht darin, einen Nebenraum für Raucher abzutrennen - allerdings nicht in Bayern. Der Nichtraucherraum "muss größer sein als der Raum für Raucher", erläutert Kneiding die Regeln, die Abgrenzung müsse fest sein, "ein Vorhang reicht nicht". In kleinen Schischa-Bars ist eine solche Teilung nicht möglich, und sie macht auch keinen Sinn.

Die Lösung, die Raucher einfach vor die Tür ins Freie zu schicken, wäre gleichfalls absurd: Wasserpfeifen müssen auf festem Untergrund stehen, man kann sie nicht mal so eben in der Hand halten. Oft rauchen mehrere Leute an einer Pfeife, eine Füllung aufzuschmauchen dauert eine Stunde. Die ganze Kultur des Chillens mit der Wasserpfeife funktioniert nun mal nicht draußen vor der Tür.

Manche Betreiber von Schischa-Bars hoffen daher auf eine andere Lösung. "Wir versuchen vielleicht, als Club weiterzumachen", kündigt der Betreiber der Rababa Schischa Lounge in Berlin an. Die Hoffnung, einen sogenannten Privatclub zu gründen und damit das gesetzliche Rauchverbot in Gaststätten zu umgehen, dürfte allerdings, zumindest in Berlin, vergeblich sein. "Hier ist das nicht gestattet", sagt Kneiding. Schließlich erfüllten die Wasserpfeifen-Kneipen nicht die Vorgaben für einen Privatclub: "Der Eingang ist öffentlich zugänglich, die Mitglieder wechseln ständig", erläutert die Sprecherin, "das steht den Vorgaben für einen Privatclub entgegen." Die Auslegung der Vorschriften für Privatclubs muss jedoch in den Bundesländern nicht einheitlich sein.

Bleibt die Hoffnung, dass die Behörden nicht so genau hingucken ab 1.Januar. "Wir machen einfach weiter", sagt der Inhaber des Kairo Orient Cafés in Berlin. "Viele Betreiber von Schischa-Lounges verdrängen das Rauchverbot einfach", schildert Erdal Zorsöker. Er ist Inhaber eines Großhandels für Tabak und Schischa-Zubehör im hessischen Wiesbaden und Betreiber der website: www.shisha-forum.de. Laut Zorsöker hat in seiner Stadt erst eine Schischa-Kneipe geschlossen, obwohl dort seit dem 1. Oktober Rauchverbot besteht. Von einem Fall, in dem Bußgeld verhängt wurde, ist ihm noch nichts bekannt. Allein aus Mannheim berichtete kürzlich die Wormser Zeitung über zwei Fälle, wo in zwei Schischa-Bars Bußgelder in Höhe von jeweils 35 Euro festgelegt wurden. Die für Einhaltung des Rauchverbots zuständigen Ordnungsämter in Berlin sind bei den Bezirken eingerichtet.

In der Hauptstadt werden allerdings erst vom 1. Juli an konkret Bußgelder verhängt, schildert Marlies Meunier, Leiterin des Wirtschafts- und Ordnungsamtes im Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain. Vorerst werde man das Rauchverbot in den Gaststätten nur in die "regulären Streifengänge bis 22 Uhr" aufnehmen und die Gastwirte mit rauchenden Gästen lediglich "ermahnen". Allerdings muss das Ordnungsamt Hinweisen von Bürgern auch "gezielt" nachgehen. Bleibt abzuwarten, ob Gastwirte, die auf das Rauchverbot achten, dann nicht Raucher in der Kneipe nebenan verstärkt anschwärzen. BARBARA DRIBBUSCH

http://www.taz.de/nc/1/archiv/print-arch...Hash=b34bc7b4f0



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Shisha

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Message: | Verfasst: 08.01.2008 23:05
Frostyz Frostyz ist männlich

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Administrator
Dabei seit: 20.04.2006
Beiträge: 1.259
Herkunft: Wien

Themenstarter Thema begonnen von Frostyz

Frostyz ist offline

Sehr gut recherschierte Bericht. Schön geschrieben und viel wurde nachgefragt. Lob an das Portal



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Message: | Verfasst: 09.01.2008 14:31
What What ist männlich

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Wasserpfeifen Kenner
Dabei seit: 15.10.2007
Beiträge: 369
Herkunft: Ruhrpott

What ist offline

Artikel ist echt nicht schlecht.
Traurig das ganze, ist ja mal sowas von unsinnig, dass man keine Sonderregelung
machen kann böse
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Message: | Verfasst: 09.01.2008 14:37
-lex -lex ist männlich

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Administrator
Dabei seit: 17.10.2007
Beiträge: 1.334
Herkunft: München

-lex ist offline

Wirklich interessant zum Lesen. Und What hat recht, traurig das ganze, aber kann man leider nicht viel dagegen unternehmen. Und über die Unsinnigkeit der Regelung in Bezug auf Shishalokale hab' ich mich ja schon mal geäußert, äußerster Schwachsinn in einem Lokal, in welches Leute gehen um zu rauchen, das rauchen verboten wird bzw. so eingeschränkt wird dass es fast kein Sinn mehr macht es weiter zu führen. Aber eine Sonderregelung darfs natürlich nicht geben ...
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